Die DJI Matrice 5T bringt ein natives Wärmebild mit 1280 × 1024 Pixeln, bis zu 59 Minuten Flugzeit und Schutzart IP55 in ein Fluggerät.
Für dich heißt das: ein System für die Personensuche in der Nacht, die Kontrolle am Umspannwerk und das schnelle Modell der Einsatzstelle.
Gegenüber der Matrice 4T legt die 5T dort zu, wo Einsätze an Grenzen stoßen: Auflösung im Wärmebild, Flugzeit, Wetterfestigkeit und Reichweite. Dazu kommen LiDAR und Radar zur Hinderniserkennung sowie offenes Onboard-Computing für eigene KI-Modelle.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, was in der Hardware steckt, warum die 5T vor allem für BOS und Inspektion gebaut ist und wo die 4T weiterhin ihre Stärken hat. Als DJI Enterprise Gold Partner beraten, schulen und betreuen wir dich bei der Matrice 5T vom ersten Tag an.
Die Hardware der DJI Matrice 5T
Wärmebild und Kameras
Das Wärmebild löst nativ 1280 × 1024 Pixel auf, ein 2K-UHR-Modus kommt hinzu. Das sind in jeder Richtung doppelt so viele Bildpunkte wie bei einem 640er-Sensor. Du erkennst eine Person oder einen heißen Kontakt aus größerer Entfernung und musst für die Bestätigung weniger nah heran.
Für die Nachtsicht arbeitet eine Weitwinkelkamera mit 1/0,98-Zoll-Sensor in Vollfarbe. In der Dämmerung macht Farbe den Unterschied: Fahrzeuge, Kleidung und Markierungen bleiben unterscheidbar. Der Hybridzoom reicht bis 176×, ein IR-Sperrfilter hält das Tagbild farbtreu.
Der Laserentfernungsmesser misst bis 3 km. So gibst du der Einsatzleitung die Lage eines Ziels durch, ohne darüber fliegen zu müssen. Ein NIR-Hilfslicht ergänzt die Nachtsicht. Wärme- und Sichtbild lassen sich überlagern oder nebeneinander anzeigen – du siehst die Signatur und den Ort in einem Bild.
Hinderniserkennung: LiDAR, Radar und Vollfarbsicht
LiDAR und mmWave-Radar sind serienmäßig an Bord und darauf ausgelegt, auch drahtdünne Hindernisse wie Freileitungen zu erkennen. Dazu kommen eine omnidirektionale Hinderniserkennung und Vision Assist, beide in Vollfarbe. Du siehst, was neben und hinter dem Fluggerät ist, auch wenn die Kamera nach vorn zeigt.
Integrierte ADS-B- und RID-Empfänger melden dir Fluggeräte in der Nähe. Im Einsatz neben einem Rettungshubschrauber ist das kein Komfort, sondern Sicherheit.
Antrieb, Flugzeit und Schutzart
Die Matrice 5T fliegt bis zu 59 Minuten und bis zu 23 m/s schnell (DJI-Laborwerte). Jeder Akkuwechsel bedeutet Rückflug, Landung und Neustart. Bei einer Flächensuche oder einer langen Leitungstrasse sparst du dir mit jeder zusätzlichen Minute einen Teil davon.
Mit IP55 und einem Einsatzbereich von −20 °C bis 50 °C bleibt die 5T auch im Winter und über einem aufgeheizten Solarpark in der Luft.
Übertragung und Konnektivität
Die O4-Enterprise-Übertragung reicht in Europa bis 20 km (CE). Eine adaptive Mehrband-Umschaltung hält die Verbindung, wenn ein Band gestört ist. Zwei integrierte Mobilfunkmodule (Cellular Dongle 2) und mehrere Relais-Modi verlängern die Reichweite hinter Geländekanten, Brücken und Gebäuden – genau dort, wo du die Sichtverbindung sonst verlierst.

Verarbeitung im Detail: die Matrice 5T ist für den Vorwärtsflug gebaut
Datenblätter zeigen Zahlen, aber nicht, wie ein Fluggerät gebaut ist. Wir hatten die 5T in der Hand, und einiges fällt erst auf, wenn man genau hinschaut.
Form und Antrieb
Die vorderen Motoren sind deutlich nach vorn geneigt, und der ganze Rumpf ist auf den Vorwärtsflug ausgelegt. Man sieht der 5T an, wofür sie gebaut ist: lange Strecken über einer Trasse oder einem Suchgebiet, mit bis zu 23 m/s und möglichst wenig Energie pro Kilometer. Das ist der Teil der Effizienz, den kein Datenblatt beschreibt.
Propeller
Die Propeller haben an der Außenkante eine besondere Form: Die Blattspitze läuft nach hinten aus, wie ein Tropfen oder die Flosse eines Buckelwals. Das sieht zuerst ungewohnt aus, hat aber Methode: Solche Blattspitzen gelten in der Strömungstechnik als Mittel, Wirbel an der Spitze zu verringern und Geräusche zu mindern. DJI nennt die Propeller geräuscharm und hocheffizient. Leiser heißt im Einsatz: weniger Unruhe bei einer Personensuche und weniger Aufmerksamkeit über Wohngebiet.
Gimbal und Schutzart
Der Gimbal steht weit nach vorn aus dem Rumpf heraus. Das bringt mehr freie Sicht nach oben – genau das, was du bei der Bauwerksprüfung von Brücken brauchst, wenn die Kamera unter dem Überbau auf Lager, Fugen und Unterseite schauen muss. Zusätzlich hängt der Gimbal an feinen Sicherungsseilen, ein kleines Detail, das zeigt, wie viel Sorgfalt in der Verarbeitung steckt. Dazu passt die Schutzart IP55: Die 5T ist als Werkzeug gebaut, das auch bei Regen und Staub draußen bleibt.
Zur ehrlichen Einordnung gehört eine Grenze: Die Kamera arbeitet mit elektronischem Rolling Shutter, nicht mit mechanischem Verschluss. Für Inspektion und Dokumentation ist das kein Nachteil, für maßhaltige Vermessung schon – mehr dazu weiter unten.

Die DJI Matrice 5T im Einsatz: dasselbe Lagebild bei Tag und Nacht
Die Stärke der 5T liegt im Zusammenspiel der Sensoren. Nachts im Wald findet das Wärmebild die Signatur einer vermissten Person. Die Vollfarb-Nachtsicht bestätigt, was du siehst. Der Laserentfernungsmesser liefert die Lage, und über Lautsprecher und Spotlight sprichst du die Person an und leuchtest den Weg für die Kräfte am Boden aus.
Dasselbe gilt bei der Inspektion: Ein heißer Klemmpunkt an einer Leitung zeigt sich im Wärmebild, der Zoom bis 176× zeigt dir das Bauteil, ohne dass du die Sicherheitsabstände unterschreitest. Du fährst nicht zweimal raus, weil das erste Bild nicht gereicht hat.

Edge-KI und Software der Matrice 5T
Auf der Matrice 5T laufen integrierte KI-Modelle, die über 20 Zieltypen erkennen. Das Onboard-Computing ist offen: Du kannst eigene KI-Algorithmen oder die von Drittanbietern direkt auf dem Fluggerät betreiben. Zusammen mit DJI FlightHub 2 kommt eine multimodale Objekterkennung hinzu.
In DJI Pilot 2 lassen sich Plugins von Drittanbietern einbinden. Wenn dein Betrieb einen festen Ablauf hat – eine Prüfroutine, ein Meldeformat –, passt du die Oberfläche daran an, statt den Ablauf an die Software.
Modelle und Wärmebild-Mapping: stark in der Dokumentation
Die 5T erstellt Modelle schon während des Flugs, mit schneller Ausgabe auf der Fernsteuerung, und unterstützt Photogrammetrie im Nahbereich. Von der Einsatzstelle, einem Schadensfall oder einem Bauteil bei der Inspektion hast du so noch vor Ort ein Modell, das du direkt weitergeben kannst.
Neu ist das 2D-Wärmebild-Mapping mit Temperaturmessung und Annotation. Statt einzelner Wärmebilder erhältst du eine Karte, in der du Auffälligkeiten markierst und an Kolleginnen und Kollegen weitergibst.
Auswertung in DJI Terra und FlightHub 2
DJI Terra ist aktualisiert und für die Bilder der Matrice 5T und der Matrice 5TD optimiert. Du rechnest Modelle und Wärmebildkarten am eigenen Arbeitsplatz, mit DJI Terra in FlightHub 2 oder mit FlightHub 2 On-Premise im eigenen Rechenzentrum – wichtig für Behörden und BOS, deren Daten das Haus nicht verlassen dürfen.
Für maßhaltige Vermessung ordnen wir die 5T klar ein: Sie arbeitet mit elektronischem Rolling Shutter, den DJI per Software korrigiert, nicht mit mechanischem Verschluss. Für Dokumentation und Übersichtsmodelle reicht das gut. Für Lagepläne, Aufmaß und Abrechnung bleibt die Matrice 4E das richtige Werkzeug – welche Lösung zu deinem Projekt passt, findest du in unserem Vermessungsangebot.

Zubehör und Lieferumfang der Matrice 5T
Zum Kern-Zubehör der neuen Generation gehören die Fernsteuerung DJI RC Plus 3 Enterprise, ein Lautsprecher mit hoher Lautstärke und integriertem Warnlicht, ein Spotlight mit Spot- und Flutlicht sowie eine 515-W-Ladestation. Lautsprecher und Spotlight gehören nicht zum Lieferumfang und sind separat erhältlich.
Eine Änderung, die du kennen solltest: Die DJI RC Plus 3 Enterprise hat nur noch einen eingebauten Akku. Einen externen WB37-Akku nimmt sie nicht mehr auf. Bei der Matrice 4T war genau das ein Pluspunkt: An ihrer RC Plus 2 Enterprise setzt du zusätzlich einen WB37 ein und verlängerst so die Laufzeit. Für lange Einsätze heißt das: Lade die Fernsteuerung vor dem Einsatz voll und plane eine Lademöglichkeit im Fahrzeug ein. Das richten wir bei der Einweisung gemeinsam mit dir ein.

Im Lieferumfang stecken Fluggerät, drei Paar Propeller, Fernsteuerung, Ladestation, ein Akku, Ladegerät, Kabel und ein Transportkoffer. Eine microSD-Karte ist bereits eingesetzt, der Akku kommt separat verpackt.
Koffer und Laden
Der Transportkoffer ist kompakt und ähnlich groß wie der Koffer der Matrice 4T. Alles sitzt eng beieinander, die Fernsteuerung liegt über dem Fluggerät. Etwas mehr Platz hätten wir uns gewünscht – im Einsatzfahrzeug ist die kompakte Größe dafür ein Vorteil. Beim Laden hat DJI nachgelegt: Ladegerät und Ladestation sind größer als bei der 4T, und das Laden zwischen zwei Einsätzen geht damit deutlich besser von der Hand.

Einsatzbereiche der DJI Matrice 5T
Feuerwehr, Rettung und Polizei
Personensuche bei Nacht, Lageerkundung bei Bränden, Begleitung von Rettungsmaßnahmen. Das 1K-Wärmebild, Lautsprecher und Spotlight machen die 5T zum Werkzeug für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Kamera und Spotlight entsprechen denen der Matrice 5TD – wer beide betreibt, arbeitet mit demselben Bild und demselben Licht.
Stromnetz und Energie
Die 5T unterstützt die automatisierte Inspektion von Stromleitungen. LiDAR und Radar helfen, Leiterseile zu erkennen, das Wärmebild zeigt überhitzte Verbindungen.
Brücken und Infrastruktur
Unter Brückenfeldern helfen Spotlight, Relais-Modi und die Vollfarb-Hinderniserkennung, wenn Licht und Signal knapp werden. Der weit nach vorn ragende Gimbal gibt dir dabei freie Sicht nach oben auf die Unterseite.
Photovoltaik
Defekte Module und Hotspots zeigen sich im Wärmebild. Mit dem 2D-Wärmebild-Mapping wird daraus eine Karte des ganzen Parks statt einer Bilderserie.
Maritime Einsätze
Start und Landung auf Schiffen unterstützt die 5T für maritime Inspektionen. Mit IP55 ist sie gegen Staub und Strahlwasser geschützt und fliegt auch bei wechselhaftem Wetter.
Dokumentation
Die Modellierung im Flug liefert schnelle 3D-Modelle von Einsatzstellen, Gebäuden und Fassaden – für die Lagebeurteilung und den Bericht, nicht als Aufmaß.

DJI Matrice 5T und Matrice 4T im Vergleich
📍 Wärmebild: 5T 1280 × 1024 nativ mit 2K-UHR-Modus · 4T 640 × 512 nativ, 1280 × 1024 mit Superauflösung
📍 Hybridzoom: 5T bis 176× · 4T bis 112×
📍 Laserentfernungsmesser: 5T 3 km · 4T 1.800 m
📍 Max. Flugzeit: 5T 59 min · 4T 49 min
📍 Max. Geschwindigkeit: 5T 23 m/s · 4T 21 m/s
📍 Übertragung (CE): 5T 20 km · 4T 12 km
📍 Schutzart: 5T IP55 · 4T keine IP-Einstufung
📍 Betriebstemperatur: 5T −20 °C bis 50 °C · 4T −10 °C bis 40 °C
📍 Akku Fernsteuerung: 5T nur eingebaut (RC Plus 3 Enterprise) · 4T eingebaut plus externer WB37 (RC Plus 2 Enterprise)
Die Matrice 4T bleibt ein starkes Werkzeug. Mit 1.219 g Startgewicht ist sie schnell aus dem Fahrzeug und in der Luft, und ihre Kameras liefern scharfe Tagbilder für Dokumentation und Inspektion. Ihre Fernsteuerung, die DJI RC Plus 2 Enterprise, nimmt zusätzlich zum eingebauten Akku einen externen WB37-Akku auf – bei langen Einsätzen ein echter Vorteil. Wenn deine Einsätze meist tagsüber und bei gutem Wetter laufen, deckt die 4T sie weiterhin sicher ab. Die 5T ist für dich, wenn Nacht, Wetter oder Reichweite regelmäßig den Ausschlag geben. Wie sich beide in der Größe unterscheiden, zeigt unser Foto darunter. Quelle 4T: DJI Matrice 4 Spezifikationen.

Weitere technische Daten der DJI Matrice 5T
📍 Nachtsicht: Vollfarb-Weitwinkel, 1/0,98-Zoll-Sensor, NIR-Hilfslicht
📍 Hinderniserkennung: LiDAR, mmWave-Radar, omnidirektionale Vollfarbsicht, Vision Assist
📍 Luftraum: ADS-B- und RID-Empfänger
📍 Konnektivität: O4 Enterprise, Mehrband-Umschaltung, 2 × Cellular Dongle 2, Relais-Modi (5 GHz)
📍 KI: über 20 Zieltypen, offenes Onboard-Computing, FlightHub 2
📍 Mapping und Modelle: Rolling-Shutter-Korrektur, 2D-Wärmebild-Mapping, Modellierung im Flug
📍 Auswertung: DJI Terra, DJI Terra in FlightHub 2, FlightHub 2 On-Premise
📍 Service: erstes Jahr DJI Care Enterprise Plus kostenlos
Flugzeit, Geschwindigkeit und Reichweite sind Laborwerte von DJI. Im Einsatz hängen sie von Wind, Temperatur und Zubehör ab.
Fazit: Für wen ist die DJI Matrice 5T?
Die DJI Matrice 5T ist die Drohne für BOS und Inspektion – für Teams, die nicht warten können, bis Wetter und Licht passen. Das native 1K-Wärmebild, der Zoom bis 176× und die Vollfarb-Nachtsicht zeigen dir mehr aus größerem Abstand. LiDAR, Radar und ADS-B machen den Flug sicherer, und mit 59 Minuten Flugzeit und IP55 hält sie lange Einsätze durch. Für maßhaltige Vermessung greifst du weiter zur Matrice 4E. Mit offener Edge-KI und Pilot-2-Plugins passt du sie an deine Abläufe an. Und im ersten Jahr ist DJI Care Enterprise Plus kostenlos dabei: Reparaturen innerhalb der Deckungsgrenze, Wasserschäden, Flyaway-Schutz und Akkuwechsel.
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